Steuer-Tipps: Motivierte Mitarbeiter trotz (und dank) „Sparkurs“


 

Wenn sich das Jahr dem Ende neigt, steht in nahezu allen Unternehmen eine Zeit der Reflexion und zugleich der Planung für das kommende Geschäftsjahr an. Sämtliche Budgets werden debattiert und festgelegt – dabei gerät man als Geschäftsführer oder Personalverantwortlicher oftmals in ein „Mitarbeiterwünsche vs. Budget“ Dilemma. Um ein bestmögliches Ergebnis für beide Seiten zu erzielen, ist jeder „Spar-Tipp“ Gold wert. Insbesondere beim Thema Steuern kann man mit kleinen Maßnahmen Großes bewirken.

Sachbezüge: Alle profitieren
 

Wenn sich das Personalbudget mit den Wünschen der Mitarbeiter nicht vereinen lässt, sind Sachbezüge eine optimale Lösung. Sachbezüge – also Einnahmen, die nicht in Euro und Cent an den Mitarbeiter fließen – bieten zudem klare Vorteile: Lohnnebenkosten werden gesenkt, Mitarbeiter durch regelmäßige Zuwendungen langfristig motiviert und die Bindung zum Unternehmen wird gestärkt.

Dabei wird zwischen dem steuerbegünstigten Sachbezug, wie zum Beispiel der betrieblichen Altersvorsorge, einem Firmenwagen oder auch dem Verpflegungszuschuss als Restaurantscheck, und dem steuerfreien Sachbezug, zum Beispiel in Form einer steuerfreien Zusatzleistung i.H.v. bis zu 44 € monatlich als Gutschein, einem Rabattfreibetrag auf eigene Waren usw., unterschieden.

Eine ausführlichere Auflistung und Erklärung zu den Sachbezügen kann im Whitepaper „Rechtliche Rahmenbedingungen des steuerfreien 44 Euro Sachbezugs“ von Edenred nachgelesen werden.

Warum profitieren alle? Eine einfache Beispielrechnung: Ein Arbeitgeber sagt seinem Angestellten eine Gehaltserhöhung von 100 Euro brutto zu, um ihn für konstruktiven Input bei verschiedenen Projekten zu belohnen. Davon kommen aber nur etwa 50 Euro beim Arbeitnehmer netto an. Wandelt man das Ganze in einen Sachbezug um – etwa in einen Tankgutschein –, hat der Arbeitnehmer ungefähr das Gleiche netto und steuerfrei in der Tasche. Für den Arbeitgeber wiederum liegt der Vorteil nicht nur in der eingesparten Gehaltserhöhung samt Bruttoleistungen, sondern auch darin, dass hierfür keine Sozialversicherungsabgaben anfallen.

 

Beispiele für den Einsatz von Sachbezügen

Essensmarken

Auch Essensmarken – etwa in Form von Restaurantschecks – sind steuerlich begünstigt. Diese Gutscheine können für verschiedenste Mahlzeiten in Gaststätten, der Systemgastronomie, in Steakhäusern oder auch in Supermärkten und andere Lebensmittelgeschäfte eingelöst werden. Wem Essensmarken zu unflexibel oder nicht mehr zeitgemäß erscheinen, stellen einige Anbieter mittlerweile auch eine digitale Lösung zur Verfügung. Edenred zum Beispiel, bietet neben Ticket Restaurant®als klassischen Restaurantscheck die Ticket Restaurant® Karte,bald auch mit Apple Pay Option, als papierlose Variante an.

Für kostenlose oder verbilligte Verpflegung hat der Fiskus Sachbezugswerte festgelegt. Für 2019 sind anzusetzen: 1,77 Euro für ein Frühstück und 3,30 Euro für ein Mittag- oder Abendessen. Wenn Mitarbeitern Restaurantschecks ausgeben werden, dürfen diese pro Stück höchstens 3,10 Euro über dem Betrag liegen, der aktuell als Sachbezugswert für das Mittagessen festgelegt ist. Für 2019 gilt also eine Maximalsumme von 6,40 Euro pro Menüscheck für ein Mittag- oder Abendessen – 3,30 Euro Mitarbeiteranteil plus 3,10 Euro Arbeitgeberanteil.

Den Bonus von bis zu 3,10 Euro gibt es in jedem Fall steuer- und sozialabgabenfrei. Bleibt noch der Sachbezugswert, der als geldwerter Vorteil eigentlich normal versteuert werden müsste. Es gibt jedoch mehrere Varianten: Der Arbeitnehmer beteiligt sich selbst an dem Restaurantscheck mit 3,30 Euro. Eine weitere Alternative ist, dass Sie als Arbeitgeber die Pauschalversteuerung übernehmen. Damit versteuern Sie den Sachbezugswert pauschal mit 25-prozentiger Lohnsteuer. Dann bekommen Ihre Angestellten die Restaurantschecksbrutto wie netto, müssen also weder Steuern noch Sozialabgaben bezahlen.

 

 

44€ Sachbezug

Tankgutschein

Der Klassiker unter den Sachbezügen ist die Auszahlung über eine Tankstelle. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer einen Gutschein ausstellen und mit der Tankstelle anschließend abrechnen. Einige Tankstellen geben auch Tankkarten aus. Nach einem Rechtsspruch des Bundesfinanzhofs (BFH) ist es auch erlaubt, dem Arbeitnehmer bis zu 44 Euro in bar zu überlassen, wenn dieser eine entsprechende Tankquittung einreicht. Dieses Urteil hat die Abrechnung der Tankgutscheine vereinfacht. Dennoch bedeuten sie häufig einen enormen Verwaltungsaufwand für die Personalabteilung und sind bei Mitarbeitern ohne Auto eher unbeliebt.
 

Geschenkgutscheine und Guthabenkarten

Es muss nicht zwingend ein Tankgutschein sein. Natürlich kann der Arbeitgeber auch andere Gutscheine im Handel erwerben und an seine Mitarbeiter weitergeben. Elektronische Guthabenkarten, wie die Ticket Plus®,sind einfach in der Handhabung und bieten beiden Seiten volle Flexibilität. Durch die Einsatzvielfalt können Mitarbeiter das Guthaben ansparen und jederzeit zum Tanken, Einkaufen, (Online-) Shoppen und Essengehen bei über 20.000 Akzeptanzpartnerstellen deutschlandweit einlösen.

ÖPNV-Ticket

Ein ebenfalls beliebtes Gehaltsextra – vor allem in Großstädten – ist ein Ticket beim Öffentlichen Personennahverkehrsnetz, auch bekannt als Jobticket. Neu zum 1.1.2019 ist, dass Arbeitgeber Jobtickets in unbegrenzter Höhe steuerfrei bezuschussen können. Der Zuschuss für das Jobticket muss jedoch auf die Entfernungspauschale angerechnet werden. Unternehmen die bisher die 44-Euro-Freigrenze für „Jobtickets“ genutzt haben und somit Gefahr gelaufen sind, Fußgänger und Radler zu benachteiligen, können die Freigrenze im neuen Jahr jedem Mitarbeiter individuell in Form von z. B. Gutscheinkarten zukommen lassen.

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung

Gesunde und zufriedene Mitarbeiter sind das Kapital eines jeden Unternehmens, daher ist ein Fokus auf gesundheitsfördernde Maßnahmen immer wichtiger. Auch in diesem Bereich stellt der Fiskus eine steuerbegünstigte Lösung zur Verfügung: 500 € pro Person kann der Arbeitgeber für die Zusatzleistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung jährlich steuer- und sozialversicherungsfrei nutzen (§ 3 Nr. 34 EStG).

Alternativ kann auch im Rahmen gesundheitsfördernder Maßnahmen der 44 Euro-Sachbezug als Zahlung für zum Beispiel den monatlichen Fitness-Studio Beitrag eingesetzt werden. Edenred bietet hierfür eine perfekt auf das Thema Gesundheit zugeschnittene Lösung an: die Ticket Plus® Fit & Gesund Karte. Dieses Produkt wurde extra für die Gesundheitsförderung im Unternehmen entwickelt und überzeugt mit einer Kombination aus Gutscheinkarte und digitalem Gesundheitsportal. Einlösbar NUR bei ausgewählten Partnern, die zur Gesundheitsförderung beitragen, ist Ticket Plus® Fit & Gesund in jedes betriebliche Gesundheitsmanagement integrierbar.

Fazit

Sachbezüge sind flexibel und je nach Bedarf einsetzbar: ob als Alternative zur klassischen Gehaltserhöhung, zur Steigerung der Motivation oder auch als gesundheitsfördernde Maßnahme. Sie stellen durch die einhergehenden Steuervergünstigungen sowohl einen Arbeitgeber- als auch einen Arbeitnehmervorteil dar. Dank speziell dafür entwickelter Lösungen, wie zum Beispiel den Produkten von Edenred, ist eine Integration im Unternehmen kinderleicht und der Verwaltungsaufwand minimal.

 

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