Edenred bald weltweit führend

im Bereich der Spesenverwaltung

20.01.2017

Edenred kündigte heute die Ausübung der Kaufoption an, mit der die Gruppe bei den beiden Gründerfamilien 17 Prozent des Kapitals der UNION TANK Eckstein GmbH & Co. KG (UTA) übernehmen kann, dem zweitgrößten markenübergreifenden Tank-, Maut- und Servicekartenspezialisten in Europa, an dem Edenred bereits 34 Prozent hält.

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Mit der Anhebung ihrer Beteiligung auf 51 Prozent beschleunigt die Gruppe ihre Entwicklung im Bereich der Spesenverwaltung. Dank ihrer eigenen Erfahrung mit Tankkarten in Lateinamerika und ihrem Vertriebsnetz in Europa will sie das Geschäft von UTA in Europa weiter ausbauen.  
 
„Mit dieser Transaktion beweist Edenred seine  Fähigkeit, die eigene  Entwicklung durch strategische Partnerschaften zu beschleunigen. So gründeten wir Anfang 2016 in Brasilien ein Gemeinschaftsunternehmen mit Embratec. Wir setzten unseren strategischen Plan Fast Forward um, der den Wandel der Gruppe in den kommenden drei Jahren fördern und neue Quellen für rentables und nachhaltiges Wachstum erschließen soll. Heute betreut Edenred 750.000 Unternehmen in 42 Ländern. 43 Millionen Nutzer setzen  unsere Lösungen bei  1,4 Millionen Akzeptanzstellen ein. Unsere Gruppe ist immer bestrebt, allen Akteuren in diesem Bereich Leistungen anzubieten, die einen echten Mehrwert darstellen “, erklärt Bertrand Dumazy, CEO von Edenred.

„Die Anhebung der Beteiligung an UTA macht unsere Gruppe zu einem weltweit führenden Anbieter im Bereich Spesenverwaltung. Unser Ziel ist es, bis 2020 jährlich mehr als 9 Milliarden Liter Treibstoff abzurechnen, während es im Jahr 2015 erst 3,3 Milliarden Liter und im Jahr 2016 mit UTA knapp 6 Milliarden Liter waren“, erläutert Antoine Dumurgier, Geschäftsführer Spesenverwaltung, Edenred. 
 
„Dank der nun erfolgten Mehrheitsbeteiligung der Edenred Gruppe, die sich erstmals vor zwei Jahren  am Kapital der UTA beteiligte, und angesichts des Erfolgs der ersten gemeinsamen Maßnahmen, vertrauen wir in unsere Fähigkeit, das Potenzial von UTA in Europa durch den Ausbau der Marktanteile im gewerblichen Personen- und Güterverkehr zu steigern und in einigen wichtigen Ländern das Dienstleistungsspektrum auf Pkw-Fuhrparks auszuweiten“, ergänzt Volker Huber, CEO von UTA. 
 
UTA, Spezialist für die Spesenverwaltung im gewerblichen Güter- und Personentransport in Europa 
 
UTA wurde 1963 gegründet und ist heute der zweitgrößte Anbieter von markenübergreifenden Tank- und Servicekarten im gewerblichen Personen- und Güterverkehr in Europa und operiert hier in elf Ländern. Die UTA Tankkarte kann an 39.000 Tankstellen in 38 europäischen Ländern eingesetzt werden, während die bargeldlose Abrechnung der Mautgebühren das gesamte europäische Straßennetz umfasst. UTA stellt zudem einen sogenannten Plus Service (Reparatur, Wartung, Pannenhilfe) und einen Rückerstattungs-Service (USt-Rückerstattung, Abrechnungsservice für den Unterwegsverkehr) bereit. 
 
UTA zählt rund 70.000 aktive Kunden, hauptsächlich im Transport- und Logistiksektor (Bus- und LkwFuhrparks), d.h. rund 1 Million Nutzer.  
 
Eine der beliebtesten Lösungsangebote von UTA ist die MercedesServiceCard. Sie wurde vor rund 15 Jahren zusammen mit der Daimler AG entwickelt, die ihrerseits wiederum 15 Prozent an dem Unternehmen hält. Die Co-Branding-Karte, die den Mercedes-Benz-Kunden durch UTA ausgestellt wird, bietet Zugang zu den Services von UTA und den Werkstätten von Mercedes-Benz. 

UTA ist ein signifikanter Schritt in der Strategie von Edenred und  soll die Spesenverwaltung in den zweiten Wachstumsantrieb verwandeln  
 
Nach der Integration von Embratec im Mai 2016 in Brasilien gelang Edenred mit der Konsolidierung von UTA ein weiterer Schritt im Ausbau der Spesenverwaltung. Mit UTA und Embratec rechnete die Gruppe 2016 knapp 6 Milliarden Liter Treibstoff ab, gegenüber 3,3 Milliarden Liter im Vorjahr. Bis 2020 will sie jährlich mehr als 9 Milliarden Liter Treibstoff erreichen. Das kräftige Wachstum wird sich positiv auf das Profil der Gruppe auswirken, denn bis 2020 sollen mehr als 25 Prozent des Betriebsergebnisses auf dieses Geschäftsfeld entfallen, während es 2015 erst  12 Prozent waren. 
 
Edenred will den Vertrieb der UTA Lösungen im gewerblichen Personen- und Güterverkehr in Europa, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, beschleunigen. In Rumänien sind bereits die ersten Erfolge zu melden. Auf europäischer Ebene ist die Gruppe bestrebt, bei ihren eigenen Kunden den Absatz neuer Lösungen für Pkw-Fuhrparks zu fördern. Dazu zählt auch die Multi-Service-Karte Ticket Fleet Pro®, die in Frankreich eingeführt wurde. 

Spesenverwaltung, ein vielversprechender und wachstumsstarker Markt  
 
Weltweit geben Unternehmen jährlich 1.000 Milliarden Euro für die Verwaltung ihrer Fuhrparks aus. Mit einem durchschnittlichen Marktanteil von nur 25 Prozent und einem jährlichen Zuwachs von 5 bis 10 Prozent, der in erster Linie von der steigenden Mobilität der Arbeitskräfte getragen wird, entsprechen Spesenverwaltungslösungen dem immer dringenderen Wunsch dieser Unternehmen, ihre Kosten zu straffen.  
 
Mit rund 300 Milliarden Euro, die alljährlich auf Geschäftsfahrten und -reisen für Treibstoff ausgegeben werden, birgt der europäische B2B-Markt für Tankkarten ein großes Entwicklungspotenzial. Einem Spezialisten wie UTA bieten sich vielversprechende Möglichkeiten, denn besonders im Bereich der Personenfahrzeuge gibt es noch kaum bargeldlose Zahlungslösungen für eine markenübergreifende Tankstellennutzung. 
 
Höherer Gewinn ab 2017 
 
Die Transaktion wurde von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt und soll in den kommenden Tagen abgeschlossen werden. 
 
UTA wird von Edenred ab dem 1. Januar 2017 vollkonsolidiert. Bis zum Bilanzstichtag 2016 wurden die 34 Prozent an UTA von Edenred nach der Equity-Bewertung in den Konzernabschluss einbezogen. 
 
Die Übernahme der 17 Prozent am Kapital von UTA zum Preis von rund 83 Millionen Euro wird den Konzernanteil am Nettoergebnis 2017 voraussichtlich um 5 Prozent vor Goodwill-Abschreibung anheben. 

Nach Abschluss dieser Transaktion erhalten die Minderheitsaktionäre von UTA Verkaufsoptionen zugunsten von Edenred über die übrigen 49 Prozent des Kapitals. Die Verkaufsoptionen werden von Edenred mit ca. 200 Millionen Euro (Bruttowert) angesetzt und passiviert.

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